„Die gewöhnen sich schon aneinander“ — manchmal. Sicherer ist ein Plan. Die Eingewöhnung dauert Wochen, nicht Stunden, und der erste Eindruck zählt doppelt.
Phase 1: Trennung mit Geruchsaustausch (Tag 1–5)
Getrennte Zimmer. Decken und Spielzeuge täglich tauschen, Füttern beidseits derselben geschlossenen Tür — der andere Geruch wird mit Gutem verknüpft, ohne Konfrontation.
Phase 2: Sichtkontakt mit Barriere (Woche 2)
Kindergitter oder angelehnte Tür: kurze, ruhige Sichtkontakte, beide werden für Gelassenheit belohnt. Fixiert der Hund die Katze starr → Abstand vergrössern, Session verkürzen.
Phase 3: Begegnung im selben Raum (ab Woche 3)
Hund an lockerer Leine, Katze hat erhöhte Fluchtwege (Kratzbaum, Regal) — sie bestimmt Tempo und Distanz. Kurze Einheiten, gutes Ende, täglich wiederholen.
Die Grundregeln
- Die Katze wird nie festgehalten oder zum Hund getragen.
- Futterplätze und Katzenklo bleiben hundefreie Zone.
- Jagt der Hund die Katze einmal erfolgreich, wirft das Wochen zurück — Management ist alles.
Impulskontrolle ist die halbe Miete: Ein Hund, der „bleib“ und Ruhe auf Signal kann, schafft die Eingewöhnung deutlich schneller — der Aufbau steht in „Hört aufs Wort“.