Kaum bellt oder stürmt dein Hund an der Leine auf andere Hunde los, wird jeder Spaziergang zum Spiessrutenlauf. Wichtig zu wissen: Leinenaggression ist meist Frust oder Unsicherheit — nicht „Bösartigkeit“.
Warum ausgerechnet an der Leine?
Die Leine nimmt dem Hund seine natürlichen Optionen: ausweichen, beschnüffeln, Bogen laufen. Übrig bleibt „nach vorne“. Dazu kommt oft schlechte Erfahrung: Begegnung → Leine stramm → Stress — der andere Hund wird zum Ankündiger von Druck.
Was sofort hilft
- Abstand ist Medizin: Unterhalb der Reizschwelle bleiben — lieber Bogen laufen oder Strassenseite wechseln als „durchziehen“.
- Lockere Leine: Straffe Leine überträgt deine Anspannung direkt.
- Nicht schimpfen: Strafe bestätigt: andere Hunde = Ärger.
Das Umtraining
Anderer Hund taucht auf (weit weg) → sofort Superleckerli. Über Wochen wird aus „Hund = Stress“ ein „Hund = Jackpot“. Distanz nur so schnell verringern, wie dein Hund entspannt bleibt.
Die Basis — Blickkontakt, Impulskontrolle, Ruhe auf Signal — baust du mit „Hört aufs Wort“ auf. Bei Beissvorfällen oder starker Aggression: Fachperson vor Ort.