Jogger, Velos, Skateboards — alles, was sich schnell bewegt, löst bei vielen Hunden den Verfolgungsreflex aus. Das ist Instinkt, kein Ungehorsam. Aber es muss kontrollierbar werden.
Warum „Nein!“ nicht reicht
Hetzen ist selbstbelohnend — die Jagd selbst ist der Jackpot. Deshalb funktioniert Verbieten allein nicht; du brauchst ein Alternativverhalten, das sich mehr lohnt.
Der Trainingsaufbau
- Früh erkennen: Ohren vor, Körper starr, Blick fixiert — JETZT reagieren, nicht erst beim Losrennen.
- Umorientierung aufbauen: Reiz taucht auf → Name → Blick zu dir → Jackpot. Erst mit grossem Abstand üben.
- Impulskontrolle als Fundament: „Bleib“ und Ruhe auf Signal in reizarmen Situationen aufbauen, dann steigern.
- Management solange: Schleppleine in Jogger-Gebieten, bis die Umorientierung zuverlässig sitzt — jede erfolgreiche Hatz wirft dich Wochen zurück.
Ersatz-Jagd anbieten
Kontrollierte Jagd-Spiele (Zergel, Fährtensuche, Dummy) geben dem Instinkt ein legales Ventil — ein ausgelasteter Jagdtrieb ist halb so explosiv. Ideen findest du in „Nie wieder Langeweile“, den Rückruf-Aufbau in „Hört aufs Wort“.