Überraschung: Manche Hunde drehen nicht auf, weil sie zu wenig Action haben — sondern weil sie nie gelernt haben, zur Ruhe zu kommen. Erwachsene Hunde brauchen 17–20 Stunden Ruhe und Schlaf pro Tag.
Woran du einen überdrehten (statt unterforderten) Hund erkennst
Er kommt nach Action nicht runter, hechelt und fiept am Abend, reagiert auf jeden Reiz — und mehr Beschäftigung macht es schlimmer statt besser. Dann ist Ruhetraining dran.
Das Deckentraining in 4 Schritten
- Ort definieren: Eine Decke an einem ruhigen Platz — sie bedeutet ab jetzt: hier passiert nichts, hier wird entspannt.
- Positiv aufladen: Hund auf die Decke führen, ruhig ein Leckerli zwischen die Pfoten legen — kein Kommando-Drill.
- Dauer aufbauen: erst Sekunden, dann Minuten. Steht er auf: kommentarlos zurückführen.
- Signal verknüpfen: ein ruhiges Wort („Easy“), immer im Entspannungsmoment — später kannst du damit überall Ruhe abrufen.
Die richtige Balance
Die Mischung macht's: kurze, konzentrierte Auslastung (Nasenarbeit statt Ballwurf-Marathon) plus trainierte Ruhephasen. Ruhe auf der Decke — auch unterwegs im Café — trainiert das Alltag-Toolkit.