Zerkaute Schuhe, ausgeräumter Mülleimer, angenagte Stuhlbeine — immer dann, wenn niemand zuhause ist. Das ist keine Rache. Es ist fast immer eines von drei Dingen.
Ursache 1: Langeweile
Ein unausgelasteter Hund sucht sich einen Job — und „Sofa zerlegen“ ist ein guter Job. Lösung: vor dem Alleinsein 15 Minuten Nasenarbeit statt hektischem Ballwerfen, dazu ein gefüllter Kong für die erste Viertelstunde.
Ursache 2: Trennungsstress
Zerstörung konzentriert auf Türen und Fenster, dazu Winseln, Hecheln, Speicheln? Das ist Stress, kein Übermut — hier hilft nur systematisches Alleinbleiben-Training in Mini-Schritten (und bei Panik eine Fachperson).
Ursache 3: Junghund-Phase
Zahnwechsel und Erkundungsdrang: Alles, was erreichbar ist, ist Beute. Management ist die halbe Lösung — aufgeräumte Zone, erlaubte Kau-Alternativen immer verfügbar.
Was nie hilft
Schimpfen im Nachhinein. Der Hund verknüpft deinen Ärger mit deiner Heimkehr — nicht mit der Tat von vor zwei Stunden. Das schuldbewusste Gesicht ist Beschwichtigung, kein Geständnis.
40 Auslastungs-Ideen inkl. Kong-Rezepten findest du in „Nie wieder Langeweile“.